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Welche genauen Bedienungsschritte sind bei einem Messgerät für Zelladhäsionskräfte erforderlich?

Zuletzt aktualisiert: 2025-09-25Aufrufe: 424
  Messgerät für Zelladhäsionskräfteist ein spezialisiertes Instrument zur präzisen Messung der Wechselwirkungskräfte zwischen Zellen und einem Substrat und findet wichtige Anwendungen in Zellbiologie, Biomedizintechnik und verwandten Bereichen. Durch die genaue Messung dieser Wechselwirkungen hilft es Forschenden, Zellverhalten und Krankheitsmechanismen zu verstehen und neue Behandlungen zu entwickeln. Beispielsweise misst das CellHesion 200-System des deutschen Unternehmens JPK Wechselwirkungen zwischen Zellen sowie zwischen Zellen und Substraten, quantifiziert Zellelastizität und Reaktionen auf äußeren mechanischen Druck und liefert quantitative Einzelzellergebnisse mit Einzelmolekülpräzision. Sein innovatives Verfahren unterstützt die Zellinteraktionsforschung mit hochwertigen Daten; die Software bestimmt automatisch zentrale Parameter der Zelladhäsionskraft.
  Messgerät für ZelladhäsionskräfteBedienungsschritte:
  I. Versuchsvorbereitung
  Matrixprotein auswählen
  Ein für das Forschungsziel geeignetes Matrixprotein wie Kollagen, Fibronektin oder Laminin auswählen. In PBS auf eine geeignete Konzentration, beispielsweise 2-10μg/mL, einstellen und den Boden einer Prüfplatte wie einer 96-Well-Platte gleichmäßig beschichten. Über Nacht bei 4°C oder 1-2 Stunden bei 37°C inkubieren, um das Protein zu immobilisieren.
  Unspezifische Bindungsstellen blockieren
  Prüfplatte bei Raumtemperatur mit 1%BSA (Rinderserumalbumin) oder 10% fetalem Rinderserum für 30 Minuten bis 1 Stunde blockieren, um unspezifische Zelladhäsion zu verringern.
  Zellvorbereitung
  Zellen in logarithmischem Wachstum auswählen, mit Trypsin verdauen, durch Zentrifugation sammeln und in serumfreiem Medium resuspendieren. Zellkonzentration je nach Zelltyp auf 5×10⁴-5×10⁵/mL einstellen.
  II. Geräteeinrichtung
  Sensor kalibrieren
  Kraftsensor entsprechend der Bedienungsanleitung mit einer Referenzprobe wie Zellen oder Material bekannter Adhäsionskraft kalibrieren und eine Messgenauigkeit mit typischer Auflösung von 0.1nN sicherstellen.
  Parameter einstellen
  Kontaktzeit: Zell-Matrix-Kontaktzeit entsprechend dem Versuch einstellen, beispielsweise 5, 10, 15, 20 oder 25 Minuten.
  Rückzugsgeschwindigkeit: Rückzugsgeschwindigkeit der Sonde, beispielsweise 1μm/s, einstellen, um eine stabile dynamische Messung zu gewährleisten.
  Umgebungskontrolle: Wenn das Gerät ein Modul zur Umgebungskontrolle umfasst, Parameter wie 37°C Temperatur und 5% CO₂ einstellen, um physiologische Bedingungen zu simulieren.
  III. Zellhandhabung und Aussaat
  Zellen aussäen
  Zellsuspension mit 5000-1×10⁵ Zellen pro Well auf die mit Matrixprotein vorbeschichtete Prüfplatte geben, an die Plattengröße angepasst; 3-5 Replikat-Wells verwenden, um Fehler zu reduzieren.
  Inkubation
  Prüfplatte für den festgelegten Zeitraum bei 37°C und 5% CO₂ in einem Thermostatinkubator inkubieren, damit die Zellen vollständig anhaften.
  IV. Messung
  Nicht angehaftete Zellen entfernen
  Prüfplatte nach der Inkubation 2-3 Mal vorsichtig mit vorgewärmtem PBS waschen, um nicht angehaftete Zellen zu entfernen.
  Zellen fixieren (optional)
  Für langfristige Lagerung oder anschließende Färbung Zellen 15-20 Minuten in 4% Paraformaldehyd fixieren und danach mit PBS waschen.
  Messung starten
  Mechanisches Verfahren: Hohlsonde absenken, bis sie die Zelloberfläche berührt. Stoppen, wenn der Messwert den eingestellten Schwellenwert, beispielsweise 50nN, erreicht. Nach der festgelegten Kontaktzeit Sonde mit der eingestellten Geschwindigkeit, beispielsweise 1μm/s, über eine Strecke von 60μm zurückziehen und Kraft-Weg-Kurve aufzeichnen.
  Fluoreszenzverfahren: Bei Fluoreszenzmarkierung Intensität mit einem Fluoreszenz-Mikroplattenleser messen, beispielsweise Calcein-Markierung bei 488nm Anregungs- und 520nm Emissionswellenlänge. Die Fluoreszenzintensität ist proportional zur Zahl der angehafteten Zellen.
  Mikrofluidik: Scherkraft in einem Mikrokanal, beispielsweise 0.5-5 dyn/cm², anwenden, um physiologische Strömung zu simulieren und die Dynamik der Zelladhäsion in Echtzeit zu überwachen.
  V. Datenaufzeichnung und -analyse
  Zentrale Parameter extrahieren
  Maximale Adhäsionskraft, Adhäsionszeit, Adhäsionsfläche und weitere Parameter aus der Kraft-Weg-Kurve extrahieren oder Adhäsionsrate aus der Fluoreszenzintensität berechnen: Adhäsionsrate = (OD der Versuchsgruppe / OD der Gruppe mit maximaler Adhäsion) × 100%.
  Statistische Analyse
  Software wie GraphPad Prism für ANOVA verwenden, Standardabweichung und Variationskoeffizient berechnen und statistische Signifikanz bei p<0.05 prüfen.
  Visualisierung
  Kurven der Adhäsionskraft über der Zeit, Balkendiagramme der Adhäsionsrate und weitere Visualisierungen erstellen und mit Mikroskopiebildern wie Kristallviolett- oder Giemsa-Färbung kombinieren, um die Ergebnisse klar darzustellen.
  VI. Reinigung nach dem Versuch
  Gerät reinigen
  Sonden, Kulturschalen und weitere Komponenten mit entionisiertem Wasser oder Spezialreiniger reinigen, damit Rückstände den nächsten Versuch nicht beeinflussen.
  Gerät herunterfahren
  Modul zur Umgebungskontrolle, optisches Modul und Softwaresystem nacheinander herunterfahren und anschließend Stromversorgung ausschalten.
  Datensicherung
  Rohdaten auf lokalem Laufwerk oder in Cloud-Speicher speichern und ein Versuchsprotokoll zur Rückverfolgbarkeit erstellen.

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