Bioreaktor für die Pulsation von Zerebrospinalflüssigkeitist eine moderne Laborausrüstung für biologische und medizinische Forschung. Er simuliert physiologische Bedingungen wie die Pulsation der Zerebrospinalflüssigkeit, um Zellen oder Geweben Kulturbedingungen nahe der In-vivo-Umgebung bereitzustellen. Sein Grundprinzip besteht darin, Zellen oder Gewebe auf einer gasdurchlässigen, porösen und elastischen künstlichen Matrix zu kultivieren und Wachstum und Entwicklung durch simulierte physiologische Reize wie Gelenkbewegung, Druck und Flüssigkeitsscherung zu fördern. Diese Simulation hilft, Zellverhalten unter bestimmten physiologischen Bedingungen sowie die Mechanismen von Entstehung und Verlauf von Erkrankungen zu untersuchen.
I. Geräteprüfung und Kalibrierung
Hardwareprüfung
Prüfung des Drucksystems: Überprüfen, ob der pneumatische oder hydraulische Antrieb ordnungsgemäß arbeitet und die Druckausgabe stabil und leckagefrei ist.
Sensorkalibrierung: Drucksensor mit einem Referenzdruckmessgerät kalibrieren, um die Messgenauigkeit zu gewährleisten, beispielsweise innerhalb einer Abweichung von ±0.5%.
Prüfung der Temperaturregelung: Bestätigen, dass das Thermostatmodul 37°C zur Simulation der menschlichen Körpertemperatur hält, und gleichmäßige Erwärmung prüfen.
Prüfung des Flüssigkeitswegs: Sicherstellen, dass Schläuche, Kammern und Ventile frei von Verstopfungen und Luftblasen sind, die die Strömungsmechanik beeinflussen könnten.
Software- und Parametereinstellungen
Grundparameter einstellen: Pulsationsfrequenz, beispielsweise 1 Hz zur Simulation der Herzfrequenz, Druckamplitude, beispielsweise 5-15 mmHg, und Zyklusdauer entsprechend dem Versuch voreinstellen.
Simulationstest: Leerlauftest durchführen und prüfen, ob die Druckkurve physiologischen Pulsationsmerkmalen wie Sinus- oder Rechteckwelle entspricht.
II. Vorbereitung der Kulturumgebung
Aseptische Arbeitsweise
Sterilisation: Reaktorkammern, Schläuche und kulturberührende Komponenten autoklavieren, beispielsweise 30 Minuten bei 121°C, oder mit UV-Licht bestrahlen.
Sicherheitswerkbank: Proben in einer biologischen Sicherheitswerkbank der Klasse II laden und Medium dort wechseln, um mikrobielle Kontamination zu verhindern.
Kulturmedium und Zusätze
Simulierte Zerebrospinalflüssigkeit: Wenn keine echte Zerebrospinalflüssigkeit verfügbar ist, eine isotonische Kochsalzlösung wie Hank’s Balanced Salt Solution oder eine kundenspezifische Formulierung mit Glukose, Elektrolyten, Proteinen und weiteren Bestandteilen herstellen.
Serumzusatz: Nach Bedarf fetales Rinderserum (FBS, im Allgemeinen 5%~10%) oder autologes Serum zugeben. Zuvor 30 Minuten bei 56°C hitzeinaktivieren, um Komplementstörungen zu beseitigen.
Gasumgebung: Mit einem Mischer CO₂ (5%) und O₂-Konzentration einstellen und den pH-Wert bei etwa 7.4 halten.
III. Probenvorbereitung und Beladung
Zell- oder Gewebevorbereitung
Neurale Zellen:
Primäre neurale Zellen isolieren oder Stammzellen wie NSCs auftauen und die Dichte beispielsweise auf 1×10⁶cells/mL einstellen.
Den Kammerboden mit einem Gel aus extrazellulärer Matrix wie Matrigel beschichten, um die In-vivo-Basalmembranumgebung zu simulieren.
Gewebefragmente:
Rückenmarks- oder Hirngewebeschnitte von etwa 1~3 mm Dicke anfertigen und ihre Vitalität beispielsweise durch Live/Dead-Färbung bestätigen.
Gewebe mit steriler Pinzette an einem Gerüst oder porösen Material befestigen, um Aufschwimmen und mechanische Beschädigung zu verhindern.
Dynamische Vorkonditionierung
Stufenweise Belastung: Medium zunächst mit geringem Druckanstieg, beispielsweise 0.1 mmHg/min, perfundieren, damit sich Zellen oder Gewebe an die Flüssigkeitsumgebung anpassen können; anschließend schrittweise auf den Zieldruck erhöhen.
Erste Stabilitätsbeobachtung: Zellanhaftung oder Gewebeverschiebung während der ersten 2 Stunden überwachen und die Befestigungsmethode bei Bedarf anpassen.
IV. Betriebsanforderungen und Vorsichtsmaßnahmen
Einbringen von Luftblasen verhindern
Medium vor der Perfusion durch Vakuumfiltration oder Ultraschallbehandlung entgasen, um Luftblasen zu entfernen, die die Druckübertragung stören oder Zellen schädigen könnten.
Kreuzkontamination verhindern
Für jede Probe eine separate Kammer und eigene Schläuche verwenden; beim Probenwechsel den Reaktor gründlich reinigen und sterilisieren.
Dokumentation und Kennzeichnung
Geräteparameter wie Druck und Frequenz, Zusammensetzung des Mediums, Zell- oder Gewebequelle und Chargennummer für die spätere Analyse dokumentieren.
Vorbereitung auf Störfälle
Ersatzstromversorgung, Ersatzsensoren und Not-Aus-Einrichtung für Geräteausfälle oder ungewöhnliche Druckschwankungen bereithalten.