Gelenkknorpel-Bioreaktorist ein Gerät zur Kultivierung und Erhaltung menschlicher Gelenkchondrozyten und kann zur Erforschung der Knorpelbiologie und möglicher Behandlungen verwendet werden. Er besteht in der Regel aus mehreren Komponentenschichten, darunter einer Zellkulturkammer, einem Flüssigkeitskreislauf, einem Drucksensor und einem Temperaturregler. Sein Grundprinzip besteht darin, Gelenkknorpelgewebe auf einer durchlässigen, porösen und elastischen künstlichen Matrix zu kultivieren und Wachstum und Entwicklung durch simulierte physiologische Reize wie Gelenkbewegung, Druck und Flüssigkeitsscherung zu fördern. Zu seinen Hauptkomponenten gehören Kulturkammer, künstliche Matrix, Drucksensor, Flüssigkeitspumpe und Steuerungssystem.
1. Vorbereitung:
Zellvorbereitung: Saatzellen wie Chondrozyten oder Knochenmarkstromazellen gewinnen. Stromazellen können beispielsweise aus Schweineknochenmark isoliert und mit einem speziellen Medium und Induktionsfaktoren zur Differenzierung in Richtung Chondrozyten angeregt werden.
Gerüstvorbereitung: Ein geeignetes Gerüst wählen, etwa eine dezellularisierte Matrix aus allogenen Knorpelmikropartikeln oder β-Tricalciumphosphat. Zur Herstellung einer dezellularisierten Matrix aus allogenen Knorpelmikropartikeln zunächst Mikropartikel aus allogenem Knorpel gewinnen und anschließend durch Dezellularisierung Zellbestandteile entfernen, während die Matrixstruktur erhalten bleibt.
2. Zusammenbau:
Vorbereitete Zellen und Gerüstmaterial verbinden. Beispielsweise induzierte Knochenmarkstromazellen mit dezellularisierter Matrix aus allogenen Knorpelmikropartikeln mischen und mithilfe von Fibrinkleber zu einem zylindrischen Konstrukt formen.
3. Kultivierung:
Das zusammengesetzte Zell-Gerüst-Konstrukt in den Bioreaktor einsetzen. Der Bioreaktor simuliert die Umgebung der Gelenkhöhle und stellt geeignete Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Nährstoffe, mechanische Stimulation und weitere Bedingungen bereit.
Während der Kultivierung die Bioreaktorparameter nach Bedarf anpassen und optimieren, beispielsweise Zusammensetzung und Durchfluss des Mediums steuern sowie Frequenz und Intensität der mechanischen Stimulation einstellen.
4. Überwachung und Bewertung:
Das kultivierte gewebegezüchtete Knorpelgewebe regelmäßig überwachen und bewerten, einschließlich Zellwachstum, Gewebestruktur und mechanischer Eigenschaften. Zu den Bewertungsverfahren können Mikroskopie, histologische Färbung und biomechanische Prüfung gehören.
5. Anwendung:
Nach der Kultivierung im Bioreaktor das reife gewebegezüchtete Knorpelgewebe entnehmen und zur Reparatur von Gelenkknorpeldefekten oder für andere entsprechende klinische Behandlungen verwenden. Kultiviertes Knorpelgewebe kann beispielsweise in einen Knorpeldefekt im Knie eines Patienten implantiert werden, um die normale Gelenkfunktion wiederherzustellen.